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Ratgeber · Meta Ads Auswertung · Aktualisiert: Oktober 2026 · Lesezeit: 10 Minuten

Meta Ads Kennzahlen: Welche KPIs zählen – und welche dich nur beschäftigen

Kurz zusammengefasst: Die wichtigsten Meta Ads Kennzahlen sind die, die direkt mit Geld zu tun haben: Kosten pro Lead oder Kauf (CPL/CPA), ROAS und – bei Leadgenerierung – die Quote von Lead zu Termin und Kunde. CTR, CPM, Hook Rate und Frequenz sind Diagnose-Kennzahlen: Sie erklären, warum dein CPA gut oder schlecht ist. Likes, Reichweite und Interaktionen sind meist Eitelkeitsmetriken. Richtwerte wie eine Link-CTR um 1 Prozent oder eine Hook Rate über 25 bis 30 Prozent helfen bei der Einordnung, ersetzen aber nie den Vergleich mit deinen eigenen Zahlen.
3
Ebenen: Geld-KPIs, Diagnose-KPIs, Eitelkeitsmetriken
~1 %
Link-CTR als grober Richtwert für Kaltakquise
25–30 %
Hook Rate, ab der Videos meist gut stoppen
3–4
Frequenz, ab der es in vielen Konten teurer wird

Warum die meisten auf die falschen Meta Ads Kennzahlen schauen

Der Werbeanzeigenmanager zeigt dir Dutzende Spalten: Reichweite, Impressionen, CPM, CTR, Interaktionen, Kosten pro Ergebnis. Wer alles gleichzeitig optimiert, optimiert am Ende nichts. Viele Unternehmer feiern eine hohe Reichweite oder viele Likes – und wundern sich, warum am Monatsende kein Umsatz da ist.
In diesem Artikel ordnen wir die Meta Ads Kennzahlen in drei Ebenen: Kennzahlen, die über Geld entscheiden, Kennzahlen, die dir sagen, wo das Problem liegt, und Kennzahlen, die du getrost ignorieren kannst. Dazu bekommst du realistische Richtwerte als Spannen, eine Anleitung für benutzerdefinierte Spalten wie Hook Rate und Hold Rate und eine Diagnose-Liste, mit der du aus einer schlechten Kennzahl direkt die Ursache ableitest.

KPIs bei Meta Ads: Die 12 Kennzahlen, die du kennen musst

Die ersten vier Karten sind Geld-Kennzahlen, die nächsten sechs Diagnose-Kennzahlen, die letzten zwei zeigen, was du ignorieren kannst.
01

CPL oder CPA

Kosten pro Lead oder Kauf sind dein wichtigster Steuerungswert. Vergleiche ihn immer mit deinem maximal tragbaren Wert, nicht mit Branchendurchschnitten aus dem Internet.
02

ROAS

Umsatz geteilt durch Werbeausgaben. Im E-Commerce zentral, aber nur aussagekräftig, wenn du Marge und Retouren kennst. Ein ROAS von 3 kann profitabel oder ein Verlustgeschäft sein.
03

Terminquote und Abschlussquote

Wie viele Leads werden Termine, wie viele Kunden? Diese Kennzahl steht nicht im Werbeanzeigenmanager, entscheidet aber, ob dein CPL wirklich günstig ist. Führe sie im CRM.
04

Kosten pro Kunde

Werbeausgaben geteilt durch Neukunden. Die ehrlichste Kennzahl überhaupt – und die einzige, die du direkt mit deinem Kundenwert vergleichen kannst.
05

CPM

Kosten pro 1.000 Impressionen. Zeigt, wie teuer Aufmerksamkeit in deiner Zielgruppe ist. Im DACH-Raum sind einstellige bis niedrige zweistellige Euro-Beträge üblich, stark abhängig von Saison und Zielgruppe.
06

Link-CTR

Anteil der Impressionen, die auf deinen Link klicken. Für Kaltakquise ist ein Wert um 1 Prozent ein grober Richtwert, darunter liegt das Problem oft im Creative oder Angebot. Nutze die Link-CTR, nicht die CTR (alle).
07

Hook Rate

3-Sekunden-Videowiedergaben geteilt durch Impressionen. Zeigt, ob dein Einstieg stoppt. Werte über 25 bis 30 Prozent sind meist gut, unter 20 Prozent solltest du den Anfang neu bauen.
08

Hold Rate

ThruPlays geteilt durch 3-Sekunden-Wiedergaben. Zeigt, ob dein Video nach dem Hook hält, was es verspricht. Fällt sie stark ab, verliert die Mitte des Videos die Zuschauer.
09

Frequenz

Wie oft eine Person deine Anzeige im Schnitt gesehen hat. Steigt sie im Wochenzeitraum über 3 bis 4 und gleichzeitig sinkt die CTR, sind deine Creatives ermüdet.
10

Conversion-Rate nach dem Klick

Leads geteilt durch Landingpage-Aufrufe oder Formular-Öffnungen. Zeigt, ob deine Seite oder dein Sofortformular überzeugt. Ein starker Abfall heißt: Angebot, Vertrauen oder Ladezeit prüfen.
11

Reichweite und Impressionen

Gut für die Einordnung, aber kein Ziel. Hohe Reichweite ohne Ergebnisse heißt nur, dass viele Menschen deine Anzeige ignoriert haben.
12

Likes, Kommentare, Shares

Social Proof ist nützlich, aber keine Erfolgskennzahl. Manche der profitabelsten Anzeigen haben kaum Interaktionen, manche virale Anzeige bringt keinen einzigen Kunden.

Gute CTR bei Facebook Ads, CPM und Co.: Richtwerte mit Kontext

Richtwerte sind nützlich, solange du sie als Orientierung verstehst. Sie hängen stark von Branche, Angebot, Zielgruppe, Saison und Platzierung ab. Die folgenden Spannen sehen wir in vielen Leadgenerierungs-Konten im DACH-Raum:
  • Link-CTR: etwa 0,8 bis 1,5 Prozent in der Kaltakquise, im Retargeting oft deutlich höher. Unter 0,7 Prozent lohnt sich fast immer ein neuer Hook.
  • CPM: meist im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Euro-Bereich. Im vierten Quartal und in umkämpften B2B-Zielgruppen deutlich mehr.
  • Hook Rate: 25 bis 30 Prozent und mehr gelten als stark, 20 bis 25 Prozent als solide, darunter ist der Einstieg das Problem.
  • Hold Rate: stark abhängig von der Videolänge, deshalb vor allem zum Vergleich deiner eigenen Videos untereinander nutzen.
  • Frequenz: in der Kaltakquise im Wochenzeitraum möglichst unter 2 bis 3, im Retargeting darf sie höher sein.
Wichtiger als jeder Branchenwert ist dein eigener Verlauf: Wie entwickeln sich deine Kennzahlen Woche für Woche? Ein CPM, der um 40 Prozent steigt, sagt mehr als ein Vergleich mit fremden Konten.

Hook Rate und Hold Rate als benutzerdefinierte Spalten anlegen

Meta zeigt Hook Rate und Hold Rate nicht standardmäßig an. So legst du sie in wenigen Minuten im Werbeanzeigenmanager an:
  • Öffne im Werbeanzeigenmanager die Ebene Anzeigen und klicke auf Spalten und dann auf Spalten anpassen.
  • Wähle Benutzerdefinierte Metrik erstellen und benenne sie Hook Rate.
  • Formel: 3-Sekunden-Videowiedergaben geteilt durch Impressionen, Format Prozent.
  • Lege eine zweite Metrik Hold Rate an: ThruPlays geteilt durch 3-Sekunden-Videowiedergaben, Format Prozent.
  • Speichere die Spalten als Vorlage, zum Beispiel Creative-Analyse, zusammen mit Link-CTR, CPM, Frequenz und Kosten pro Ergebnis.
Mit dieser Vorlage siehst du für jedes Creative auf einen Blick, ob es am Einstieg, in der Mitte oder nach dem Klick scheitert.

Diagnose-Liste: Kennzahl schlecht, was ist die Ursache?

Nutze diese Liste wie eine Tabelle. Links steht das Symptom, rechts die wahrscheinlichste Ursache und der erste Schritt:
  • Hoher CPM → enge oder umkämpfte Zielgruppe, schwache Creative-Qualität, Saison. Breiter targeten, Creative-Qualität verbessern.
  • Niedrige Hook Rate → Einstieg stoppt nicht. Ersten Satz, erstes Bild und Text-Overlay neu bauen.
  • Gute Hook Rate, niedrige Hold Rate → Video hält das Versprechen nicht. Mitte kürzen, schneller zum Nutzen kommen.
  • Niedrige Link-CTR → kein klarer Grund zu klicken. Angebot und Call-to-Action schärfen.
  • Gute CTR, wenige Leads → Problem nach dem Klick. Landingpage, Formular, Ladezeit und Tracking prüfen.
  • Günstige Leads, wenige Termine → Lead-Qualität oder Vertrieb. Formular qualifizieren, Reaktionszeit verkürzen.
  • Steigende Frequenz, sinkende CTR → Creative-Ermüdung. Neue Hooks und Winkel nachlegen.

Versteckte Tricks für eine bessere Auswertung

Diese Kniffe machen aus dem Werbeanzeigenmanager ein echtes Steuerungsinstrument:
  • Aufschlüsselung nach Platzierung: Über Aufschlüsselung siehst du, ob Reels, Feed oder Stories deine Leads bringen. Oft verbergen sich dort große Kostenunterschiede.
  • Zeitraum-Vergleich nutzen: Vergleiche die letzten 7 Tage mit den 7 Tagen davor statt mit dem gestrigen Tag. Tageswerte schwanken zu stark.
  • CTR (alle) ignorieren: Sie zählt auch Klicks aufs Profil oder auf Mehr anzeigen. Für Entscheidungen zählt die Link-CTR.
  • Kosten pro Termin als eigene Spalte: Lade Termine per Offline-Conversions oder Conversions API zurück und lege eine Metrik Kosten pro Termin an.
  • Creative-Namen mit System: Benenne Anzeigen nach Hook, Format und Winkel. Dann kannst du nach Wochen sofort sehen, welche Hook-Typen gewinnen.
  • Attributionsfenster prüfen: Achte darauf, dass du Zeiträume immer mit demselben Attributionsfenster vergleichst – sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Der 60-Sekunden-Check für deine Kennzahlen

  • Kennst du deinen maximal tragbaren CPL oder CPA?
  • Misst du Termin- und Abschlussquote deiner Leads im CRM?
  • Hast du Hook Rate und Hold Rate als Spalten angelegt?
  • Nutzt du die Link-CTR statt der CTR (alle)?
  • Vergleichst du Wochenwerte statt Tageswerte?

Das Fazit in einem Satz

Steuere dein Konto über Geld-Kennzahlen wie CPL, CPA und Kosten pro Kunde – und nutze CTR, CPM, Hook Rate und Frequenz nur, um herauszufinden, warum diese Zahlen gut oder schlecht sind. Wenn du wissen willst, was deine Kennzahlen gerade über dein Konto verraten, lesen wir sie im kostenlosen Strategiegespräch gemeinsam. Weiter geht es mit dem Artikel Facebook Ads funktionieren nicht.

Häufige Fragen zu Meta Ads Kennzahlen

Welche Meta Ads Kennzahlen sind am wichtigsten?

Was ist eine gute CTR bei Facebook Ads?

Was ist ein normaler CPM bei Facebook?

Wie berechnet man die Hook Rate?

Was ist die Hold Rate bei Meta Ads?

Ab welcher Frequenz sollte ich Creatives austauschen?